Multitasking – Selbstversuche de luxe

Heute durfte ich mal wieder über mich selbst lachen, als ich mich dabei ertappte, mehrere Dinge auf einmal erledigen zu wollen und dabei gedanklich hin und her sprang zwischen den einzelnen Themen. Mein Gehirn flüsterte mir zusätzlich zu: “Hey, da geht doch noch mehr”.
Gleichzeitig spürte ich die Enge in meinem Brustkorb, nahm meine kurze Atmung und die Schmerzen im Nacken wahr. Die Überforderung durch den lange gelebten Glaubenssatz, dass nur “schneller, höher, weiter, mehr von allem” das einzig wahre ist, machte sich in meinem Körper breit. 
Solche Momente wahrzunehmen, zaubert mir tatsächlich mittlerweile ein Schmunzeln ins Gesicht , denn ich habe die Wahl, anders zu handeln. Ein paar bewusste Atemzüge helfen mir, in den Moment zu kommen und zu entscheiden, was gerade als nächstes wirklich wirklich wichtig ist. Und genau das bekommt meine ungeteilte Aufmerksamkeit. 
Am Ende des heutigen Morgens kam ein guter Konzeptentwurf für meinen Kunden heraus, mit dem ich sehr zufrieden bin. Die E-Mail an eine Coaching-Klientin wurde heute Nachmittag verschickt und der Wäscheberg nimmt es mir nicht übel, wenn er erst morgen drankommt.
Ich schreibe das hier, weil ich Sie/Dich einladen möchte, kurz innezuhalten und darüber nachzudenken, was als nächstes wichtig ist. Denn:

– Untersuchungen zeigen, dass sich das Gehirn nicht auf zwei Dinge gleichzeitig konzentrieren kann. Unsere Aufmerksamkeit pendelt hin und her – von einem Reiz zum anderen. Damit verbrauchen wir viel Energie. Effizient ist anders!

– Alles gleichzeitig machen zu wollen, führt dazu, dass wir nichts wirklich gut machen.

– Hinzu kommt, dass der Bereich in unserem Gehirn, der für unser Wohlbefinden zuständig ist, im Multitasking-Mode nicht angesprochen wird. Was entstehen kann sind Unzufriedenheit, Ungeduld, Gefühl von Ärger.

In diesem Sinne: Viel Spaß bei Deiner nächsten Entscheidung, für was Du Deine Energie einsetzen möchtest.

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